Berlin im Mai

Shownotes

Berlin im Mai: Gallery Weekend, Karneval der Kulturen & Staatsoper für alle Der Berliner Terminkalender ist voll im Mai: Die Straßen werden zur Bühne, Galerien öffnen ihre Türen bis spät in die Nacht und überall gibt es Gelegenheiten, Neues und Spannendes zu entdecken. Freut euch auf den Karneval der Kulturen, auf große Klassik unter freiem Himmel und natürlich auf spannende Kunst. Im Mai legen wir einen Schwerpunkt auf das Gallery Weekend und geben euch Tipps zu den Ausstellungen und Events, die ihr auf keinen Fall verpassen.

Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die weiteren Event-Highlights im April: Ob Theatertreffen, Design Week, internationaler Museumstag oder Formel E – vom Tanz in den Mai bis zur Staatsoper für alle, im Mai ist für jeden etwas dabei!

Alle Tipps und weitere Inspirationen findet ihr auf visitBerlin.de und im visitBerlin-Blog. Viel Spaß beim Hören!

Im Gespräch: • Pauline Braune, Die Podcastproduzenten • Josefine Köhn-Haskins, visitBerlin

Links & Ressourcen:Der Mai in BerlinvisitBerlin Eventkalender1. Mai in BerlinPfingsten in Berlin11 Tipps zum Gallery WeekendGallery WeekendFluentum, contemporary time-based art, Clayallee 174

Weitere spannene Berlin Unboxed-Folgen

Ein Sommer voller Licht: Ausstellungshighlights in BerlinBerliner Unterwelten: Der Fichtebunker

Team & Credits dieser Folge Moderation & Schnitt: Pauline Braune, Die Podcastproduzenten Redaktion, Recherche & Moderation: Josefine Köhn-Haskins, visitBerlin

Copyright Titelbild: Karneval der Kulturen, Daniela Incoronato

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Berlin Unboxed – Monatsvorschau Mai

Intro

PaulineBerlin im Mai – das ist der Moment, in dem sich das Leben komplett nach draußen verlagert. Straßen werden zu Bühnen, Galerien bleiben bis spät geöffnet und überall in der Stadt passiert plötzlich etwas.

JosefineFreut euch auf den Karneval der Kulturen, auf spannende Ausstellungen beim Gallery Weekend – und auf große Klassik unter freiem Himmel. Und das Beste: Vieles davon ist einfach kostenlos und für alle zugänglich.

PaulineDer Terminkalender ist voll – aber genau das macht den Mai aus. Es bleibt lange hell, ihr könnt euch treiben lassen, von Ausstellung zu Konzert, von Straße zu Straße.

JosefineBerlin wird zur großen Open-Air-Bühne -

Pauline– und ihr seid mittendrin.

JosefineWenn ihr wissen wollt, welche Ausstellungen ihr beim Gallery Weekend nicht verpassen solltet…

Pauline…wo ihr mit hunderttausenden Menschen tanzen und feiern könnt…

Josefine…oder wo ihr Oper kostenlos unter freiem Himmel erlebt…

Pauline…dann bleibt dran.

JosefineHier kommt euer Guide für den Mai in Berlin. Pauline ist wieder mit dabei und ich bin Josefine von visitBerlin.

Teil 1 – Gallery Weekend

Pauline:Wir starten mit einem der wichtigsten Kunstwochenenden des Jahres: dem Gallery Weekend Berlin – vom 1. bis 3. Mai. Josefine, was macht dieses Wochenende eigentlich so besonders?

Josefine:Es ist wirklich so ein Moment, in dem sich die ganze Stadt auf Kunst konzentriert.Rund 57 Galerien machen mit, viele haben länger geöffnet – und man kann sich einfach treiben lassen. Berlin fühlt sich da wirklich wie eine internationale Kunstmetropole an.

Pauline:Das klingt nach ziemlich vielen Optionen. Wenn ich jetzt zum ersten Mal hingehe – wo fange ich an?

Josefine:Ich würde tatsächlich mit etwas Klassischem starten. Macht zum Beispiel einen Ausflug zu Bastian in Dahlem – dort werden Werke von Max Liebermann gezeigt.

Pauline:Den Namen kennt man … Und wenn er euch auch bekannt vorkommt oder ihr mehr dazu erfahren möchtet, dann hört gern auch nochmal in unsere Folge Sommer des Lichts rein.Und hast du noch mehr Tipps für Dahlem/Steglitz-Zehlendorf.

Josefine:

Offiziell ist beim Gallery Weekend in dieser Gegend tatsächlich nur Bastian dabei, aber wenn ihr schon mal da sein, geht unbedingt ins Fluentum – das ist wirklich ein besonderer Ort. Das Ausstellungshaus befindet sich in einer ehemaligen Militäranlage. Hier wurde unter anderem die Luftbrücke geplant – und sogar Filmszenen für Inglourious Basterds gedreht.

Pauline:Okay, das klingt schon nach Story.

Josefine:Absolut. Zum Gallery Weekend aktuell läuft eine Videokunst-Ausstellung, unter anderem mit einer Rekonstruktion von Escalator von Tina Keane aus den 1980er JahrenAuf 11 übereinanergestapelten Bildschirmen werden zwei Parallelwelten gezeigt – einmal Geschäftsleute im Anzug, die auf einer Rolltreppe nach oben fahren, auf der anderen Seite Obdachlose in den unteridischen Bahnhöfen der Stadt.Pauline:Wenn ich jetzt eher Lust auf etwas Zeitgenössisches oder Experimentelles habe – wo gehe ich hin?

Josefine:Ebensperger Berlin. Hier seht ihr eher experimentelles, unter anderem von der Perfomance-Künstlerin Göksu Kunak, die im März den Berliner Kunstpreis für Performing Arts 2025 gewonnen hat. Bei Remains hinterlassen die Performer:innen nun Spuren im Ausstellungsraum. Aber allein der Ort ist schon spannend – die Galerie ist im Fichtebunker, einem Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg. Merkt euch die Performance am 2. Mai um 14 Uhr vor.

Pauline:Also wieder so ein typischer Berlin-Moment – zeitgenössische Kunst trifft auf Berlin-Geschichte.

Josefine:Genau das. Und wenn ihr mehr über den Ort wissen wollt: Wir verlinken euch auch unsere Podcastfolge zum Fichtebunker mit den Berliner Unterwelten.

Pauline:Auch spannend, aber zurück zum Gallery Wekend - gibt’s auch etwas, wo sich Kunst und aktuelle Themen besonders stark verbinden?

Josefine:Dann schaut bei ChertLüdde vorbei.Die zeigen Arbeiten von Petrit Halilaj – und kombinieren das Ganze sogar mit einem Konzert zum 1. Mai.

Pauline:Also Kunst und Musik direkt zusammen gedacht.

Josefine:Genau. Der Künstler hat ja auch Bühnenbilder für eine Open Air- Oper konzipiert – die könnt ihr gerade im Hamburger Bahnhof sehen. „An Opera out of Time“ läuft noch bis 31. Mai. Die Oper wurde 2025 im Kosovo tatsächlich auch aufgeführt. Doch kurz vor der Premiere wurden zwei Lagerncontainer aufgebrochen, mit Hassparolen beschmiert und angezündet. ChertLüdde zeigt nun Teile dieser verkohlten Container. – Kunst und politische Realität liegen liegen da sehr nah beisammen – dazu kommen wir auch später nochmal

Pauline:Und hast du noch ein persönliches Highlight?

Josefine:Ja – Max Goelitz mit Arbeiten des Lichtkünstlers James Turrell.

Pauline:Ja, (du kennst ihn, oder?) da geht es weniger um klassische Kunstwerke sondern darum, Licht selbst zu erleben und zu merken, wie sehr unsere Wahrnehmung unsere Realität formt.

Josefine:Genau. Und wenn euch das interessiert: In Berlin gibt es sogar eine begehbare Lichtinstallation von Turrell in einer Kapelle auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof. Tickets gibt es auf unserer Webseite.

Pauline:Sehr schön. Und gibt’s auch etwas außerhalb der klassischen Galerien?

Josefine:Ja – das KaDeWe macht wieder mit. Die Schaufenster werden zur Ausstellungsfläche, die ihr rund um die Uhr sehen könnt – also Kunst ganz niedrigschwellig im Stadtraum.

Pauline:Okay, und jetzt ehrlich: Wie viel sollte man sich vornehmen?

Josefine:Weniger als man denkt. Sucht euch ein, zwei spannende Veranstaltungen raus – und lasst euch treiben.

Pauline:Also kein Stress, sondern entdecken.

Josefine:Genau. Darum geht’s beim Gallery Weekend.

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Pauline:Und jetzt zu einem Projekt, das beim Gallery Weekend dieses Jahr besonders heraussticht:HARD 2 4GET von Monty Richthofen. Josefine – was genau passiert da?

Josefine:Das Spannende ist: Es gibt keinen klassischen Ausstellungsraum. Hard2 4Get startet am Rosa-Luxemburg-Platz – und bewegt sich dann durch die Stadt.

Pauline:Also wirklich draußen, mitten im Alltag?

Josefine:Genau. Fahrzeuge, die mit Texten besprüht sind, tauchen im Verkehr auf, halten den Fluss kurz an – und verschwinden dann wieder. Also eher eine Intervention keine Ausstellung.

Pauline:Das heißt, man kann dem Werk einfach zufällig begegnen?

Josefine:Ja, und genau darum geht’s. Neben den Autos, die durch die Stadt fahren gibt es auch ein paar feste Punkte – zum Beispiel am Ernst-Reuter-Platz, an der Siegessäule oder am Strausberger Platz.

Pauline:Und wenn man gezielt hin will?

Josefine:Dann ist die Galerie Dittrich & Schlechtriem in der Linienstraße der beste Ausgangspunkt. Zur Eröffnung am Abend des 1. Mai ist auch eine Performance geplant.

Pauline:Und inhaltlich – was steckt dahinter? Die Texte wirken ja erstmal ziemlich roh.

Josefine:

Stimmt. Richthofen beschäftigt sich mit Sprache und holt hier inoffizielle Schriftzüge, die er auf Militärfahrzeugen gesehen hat, ins Stadtbild.

Pauline:Also etwas, das ursprünglich aus einem ganz anderen Kontext kommt.

Josefine:

Genau, damit will er irritieren, aber auch zeigen, wie „normal“ Krieg mittlerweile schon scheint, weil eben so allgegenwärtig präsent.

Pauline: Ja, das ist spannend.

Teil 3: Was sonst noch im Mai los ist

Und auch abseits des Gallery Weekends ist der Mai in Berlin ziemlich voll – im besten Sinne.

Wollen wir uns abwechseln?

Wenn ihr einfach feiern wollt:Der Monat startet direkt mit dem Tanz in den Mai – überall in der Stadt.Und Ende Mai (22.-25. Mai) folgt eines der größten Straßenfeste überhaupt: der Karneval der Kulturen. Freut euch auf 10 Musikbühnen beim großen Festival im Bermannkiez und natürlich den Umzug, der entlang der Frankfurter Allee und der Karl-Marx-Allee verläuft

Und wenn ihr wissen möchtet, was die deutschsprachige Theaterszene beschäftigt, dann schaut mal ins Programm des Theatertreffen 1.-17. Mai

Um Zukunft und digitale Kultur geht es bei der re:publica vom 18.-20. Mai

Designfans treffen sich bei der Berlin Design Week 28. -31. Mai,

Um Animation geht es beim Pictoplasma Festival vom 7. – 10. Mai im silent Green

Und Sportfans freuen sich auf die

Formel E am 2. und 3. Mai am ehemaligen Flughafen Tempelhof

Und natürlich das DFB-Pokalfinale am 23. Mai im Berliner Olympiastadion

Und unsere Tipps für den kleinen Geldbeutel:

Klassik unter freiem Himmel - Staatsoper für alle kostenlos am Bebelplatz. Früh da sein!

Los geht es mit der Opernübertragung von Giuseppe Verdis Nabucco.

Sonntag Live-Konzert der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christian Thielemann. Auf dem Programm steht Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 6 und die Ouvertüre zu Egmont.

Und zum Internationalen Museumstag öffnen viele Häuser am 17. Mai ihre Türen bei freiem oder ermäßigtem Eintritt.

Schluss

Ihr merkt schon: Im Mai ist eine Menge los in Berlin. Alle Tipps findet ihr wie immer auf visitBerlin und in den Shownotes. Bis zur nächsten Folge von Berlin Unboxed.

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