Von Loveparade zu Rave The Planet - Dr. Motte & Ellen über Techno, Frieden, Liebe und den Berlin-Mythos

Shownotes

Von Loveparade zu Rave The Planet – Dr. Motte & Ellen über Techno, Frieden, Liebe und den Berlin-Mythos
Berlin ist für viele ein Mythos – geprägt von den wilden 90ern, von Bildern der Loveparade, von der Freiheit, die plötzlich grenzenlos schien. Doch wie viel davon existiert heute noch? In dieser Folge werfen wir gemeinsam mit Dr. Motte einen Blick hinter die Kulissen dieser Erzählung: von den improvisierten Anfängen einer Szene bis hin zu einer globalen Festivalkultur, die Berlin bis heute prägt. Es geht um Erinnerungen und Realität, um das, was sich verändert hat, aber auch um das, was geblieben ist – und was ihr heute – zum Beispiel bei Rave The Planet - noch erleben könnt.

Im Interview:Dr. Motte (Matthias Roeingh), Techno-DJ, Musikproduzent, Mitbegründer von Loveparade und Rave the Planet, wofür er auch als ehrenamtlicher Geschäftsführer fungiert • Ellen Dosch-Roeingh, PR & Creative Director bei Rave the Planet und Projektleiterin der Parade

Nützliche Links:Rave the Planet • Tipp: In der ARD-Mediathek findet ihr ab dem 31. Juli 2026 die Dokumentation „Love is Stronger. Von Loveparde zu Rave the Planet“ (sobald die live ist, stell ich auch gern noch einen Link dazu) • Hands & Hearts: Helft mit bei Rave the Planet Hands & Hearts: Werdet Teil der Rave The Planet Parade! • Nightlife: Ausgehen in Berlin

In unserem visitBerlin-Blog findet ihr weitere spannende Tipps und Geschichten aus Berlin

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Team & Credits • Konzept & Inhaltliche Leitung: Josefine Köhn-Haskins • Anmoderation & Produktion: Pauline Braune • Aufzählungs-TextMusik von TreuHand • Intro & Outro: Nia`s Labyrinth

Copyright: Tomasz Tworek

Transkript anzeigen

00:00:11: Es hat mal Doktor Motte, wenn wir dich so nennen dürfen.

00:00:14: Oder Nur-Motte?

00:00:15: Oder

00:00:16: Herr Doktor!

00:00:17: Das mach ich

00:00:18: am liebsten.

00:00:19: Ne, net mich Frau Doktor und ihn einfach nur Motten.

00:00:25: Geht ihr denn heute noch feiern?

00:00:27: Und wenn ja wo?

00:00:28: Ich geh natürlich sehr gerne zum Mottesgigs mit, wenn es irgendwelche super Sachen gibt auf die ich auch Bock hab weil er sich war schon in so vielen Partys und in sovielen Clubs und Festivals.

00:00:39: Ich muss sagen, es ist ein bisschen schwieriger geworden mich heutzutage noch zu beeindrucken.

00:00:44: Das ist so'n bisschen auch ein kleines Luxusproblem.

00:00:47: und wie's bei dir mutte?

00:00:49: Ich bin ja fast jedes Wochenende unterwegs.

00:00:51: also Ja ich gehe feiern aber ich bin auch einer der Gründe weshalb dann die Leute auffeiern

00:00:56: gehen.

00:01:00: Berlin war schon immer ein Ort an dem Kultur neu entsteht.

00:01:04: Nach dem Mauerfall neunundachtzig wurden Freiräume plötzlich zu Bühnen, zu Clubs, zu Experimentierfeldern Und die Stadt selbst zu einer Art Dauerfestival.

00:01:14: Aber wie viel von diesem Berlin existiert heute noch?

00:01:17: Ist das, was wir heute erleben immer noch dieser Mythos oder längst etwas Neues geworden?

00:01:21: und was passiert eigentlich abseits dieser Momente, die für so viele Besucher unvergesslich sind?

00:01:27: Genau darüber sprechen wir heute – und werfen gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der Berliner Festival- und Clubkultur!

00:01:41: mit neuen Perspektiven auf die Stadt.

00:01:48: Josefine von Visit Berlin ist wieder dabei und ich bin Pauline

00:01:52: Und außerdem begrüßen wir Ellen und Dr.

00:01:55: Motte.

00:01:56: Wir freuen uns ganz besonders, zwei solche Legenden der Berliner Ray von Technos-Szene hier zu haben.

00:02:02: Schön dass ihr da seid!

00:02:03: Danke schön

00:02:04: für die Einladung.

00:02:05: Danke für diese Einladungen.

00:02:05: Legenden finde ich ein bisschen krass.

00:02:07: Du vielleicht aber Icke?

00:02:08: Naja, ihr habt gemeint vorher, dass ihr euch auch schon sehr lange

00:02:12: kennt.

00:02:12: Wir

00:02:13: haben auch schon viel gemacht!

00:02:15: Das ist eine ganze Menge was wir zusammen...

00:02:18: Ja aber den Legendenstatus, den claims du für dich nicht für mich bitte.

00:02:21: ja ich bin die graue Eminence.

00:02:30: Hi, mein Name ist Ellen von Rave the Planet.

00:02:32: Ich bin dort Shareholderin und ich bin aber auch Projektleitung der Parade.

00:02:36: Mein Hauptjob ist eigentlich Öffentlichkeitsarbeit und Creative Director weil ich Kommunikationsdesign studiert habe

00:02:43: Und ich bin Dr.

00:02:43: Motta.

00:02:44: Ich war seit vierzehn Jahren Disjockey wenn nicht noch länger.

00:02:48: Also ich hab in Berlin auch schon einen Club betrieben.

00:02:50: das waren die Turbine Rosenheimen.

00:02:51: Das war von neunzehntausendsechsten achtzig bis neunzenundneunzig ungefähr war ich mit dabei.

00:02:56: Dann kam alles, was mit der Love Rate zu tun hat.

00:02:59: Ich hab natürlich auch Musik schon produziert in meinem Leben in der Vergangenheit und in Berlin bin ich ein sehr bekanter Mann.

00:03:07: Jetzt machen wir seit zwei Tausend neunzehn ungefähr machen wir jetzt die gemeinnützige GGMBH Rave the Planet.

00:03:14: da bin ich einer von zwei Geschäftsführern ehrenamtlichen Geschäftsführer Und ich mache natürlich weiterhin Musik und bin ausgebucht wie sonst nichts.

00:03:25: Ja, Dr.

00:03:25: Mott ist also von Anfang an Teil der Szene hat die Berliner Technokultur nicht nur miterlebt sondern wirklich selbst mitgestaltet weltweit sichtbar gemacht und deswegen freuen wir uns umso mehr auf dieses

00:03:36: Gespräch!

00:03:36: Und damit herzlich willkommen bei Berlin Unboxed dem Visit Berlin Podcast mit neuen Perspektiven

00:03:42: auf die Stadt.

00:03:51: Wenn man sich das anschaut was Techno Kultur oder Techno ausgelöst hat dann kann man ja sehen sind also neue Plattenlebels entstanden Neue Musikinstrumente Neue Arten und Stile von Subgenres.

00:04:04: Und das hat halt wirklich richtig viel ausgelöst, und Deutschland war auch mal Weltmeister im Vertrieb von Vinylschaltplatten in den neunziger Jahren.

00:04:15: also es war so kräftig die Kultur dass wir wirklich einen Besarf hatten dem wir gesägt haben mit Vinylchallplatten und die überall die ganze Welt geschickt haben.

00:04:25: und dann hatten wir natürlich auch eine sehr laute Veranstaltungen in Berlin, wo innerhalb von zehn Jahren dann ein paar Hundert, dann im Jahr deiner Neutern auf der Love Parade gewesen sind.

00:04:39: Und das war somit die größte und lauteste Werbung für diese Art der

00:04:43: Kultur.".

00:04:44: Dann lass uns doch mal den historischen Abstecher machen wenn ihr jetzt die Love Parades schon ins Spiel gebracht habt!

00:04:50: Du hast ihn neunundachtzig mitgegründet.

00:04:52: Wann hast du gemerkt, dass da was entsteht?

00:04:54: Was so groß ist größer als diese Szene, die es da am Anfang gab.

00:04:59: Also ich habe ja sehr viel nachgedacht darüber und war auch am Anfang mit meiner damaligen Freundin Daniela Pesciotto, die ja auch Mitinitiatoren ist, sehr lange am überlegen ob man das nur machen soll.

00:05:12: weil wir hatten dann eine Eingebung und dann hat sich ein Team gebildet und wir haben uns regelmäßig getroffen und wir sind einfach durchgezogen.

00:05:21: Weil das ist auch so ein Berliner Ding, wo wir sagen nicht viel denken lieber machen.

00:05:26: Und es haben wir dann auch getan...

00:05:28: ...und damit richtig Geschichte geschrieben?

00:05:30: Ja ja aber bei der ganzen Überlegung das war dann halt so dass ich dann auch gesagt habe naja weil dieser Visionen dieser Love Rate war das so Das wird irgendwann hab' ich mir gedacht um die Welt gehen.

00:05:41: Weil wenn wir jedes Jahr wieder holen wie der Urgedanke gewesen ist was würdest jedes Jahr machen dann werden irgendwann Leute inspiriert, das in ihren Ländern aufzumachen und ihren Städten.

00:05:51: Vielleicht werden dann in ferner Zukunft ... Man weiß es ja nicht!

00:05:55: Aber könnten alle Menschen auf diesem Paraden tanzen?

00:05:58: Und vielleicht werden diese Menschen dann irgendwann entdecken, dass wir alle ein Teil der gleichen Familie sind, nämlich der Familie der Menschen auf der Erde.

00:06:06: Dann kann dadurch vielleicht Frieden entstehen.

00:06:10: Das ist die Ur-Vision, die dahinter steckt.

00:06:12: Daran arbeiten wir mit Lifestyle Planet auch weiter.

00:06:15: Total schön.

00:06:16: Ich glaube, ich habe sogar auch schon mal gehört dass bei so Wiederaufbauprojekten irgendwie in Kosovo auch Waves organisiert wurden damit Leute da hinkommen und mitzuhelfen.

00:06:27: Also es hat auf jeden Fall das sagt zum Beispiel auch Dimitri Hegemann vom Tresor Club der sagt also auch Tanzen und Techno ist Frieden weil man dann dort den Alltag vergisst Und man halt mit Menschen tanzenerweise in die Kommunikation geht Und dadurch finden dann halt ohne Worte, durch Bewegung und das Musikfeld in dem man sich aufhört.

00:06:51: Dadurch findet eine friedliche Situation statt.

00:06:53: Das kann man mit Menschen teilen.

00:06:55: Hat sich das auch in den neunziger Jahren so angefühlt?

00:06:59: Oder was war da das

00:07:03: vorherrschende Vibe in Berlin?

00:07:05: Genau!

00:07:06: Also wir haben glaube ich etwas Neues gemacht... noch nie jemand so gemacht hat.

00:07:11: Na klar, hat man vielleicht auch schon auf der Straße getanzt.

00:07:13: aber wir haben dann halt mit unserer Musik die Neu war für uns, am ersten Juli gemeinsam getanzt und nicht mit Worten sondern wir haben mit der Musik demonstriert.

00:07:25: das waren unsere Worte oder unsere Kommunikationsmittel.

00:07:28: Das ist ja auch das was Friede Freude Eierkuchen damals als Model auch gesagt hat nämlich Frieden für Abrüstung, Freude Musik also mittel der Verständigung

00:07:38: Eierkuchen für eine gerechte Nahrungsmittelverteilung.

00:07:40: Ja,

00:07:41: das ist heute genauso wichtig wie damals?

00:07:43: Absolut!

00:07:44: Das ist genau das Spannende also dass eigentlich ganz viele Themen die damals die Love Parade auch zum Beispiel auch schon in den Motos drin gehabt hat dazu One World one Future könnte man auch sagen hey das ist jetzt ein Motto für ne Klimademo oder sowas.

00:07:57: Also dass man auch politisch sein kann ohne unbedingt immer alles zu verbalisieren.

00:08:03: also dass man alleine durch dieses friedliche Zusammenkommen auf der Straße mit dem Beat als dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

00:08:10: Dass man dadurch, egal wo man herkommt welche Gesellschaftsschicht, egal welche Hautfarbe welchen kulturellen Hintergrund man hat durch dieses zusammenkommen friedliche Zusammenkommen dass man da ein Moment kreiert hat.

00:08:24: also Westbärm hat zum Beispiel mal gesagt das eigentliche Ende des zweiten Weltkriegs in den Köpfen der Menschen hat auf der Love Parade stattgefunden.

00:08:33: So, und das finde ich ein superspannenden Spruch.

00:08:35: Ich könnte tausend Zitate in der Richtung bringen von unterschiedlichen Leuten auch international.

00:08:39: Aber das ist dieser magische Moment, dass es diese Energie und diese besondere Kraft die eben der Love Parade und auch der Technokultur inne wohnt.

00:08:47: Und wo ich sehr, sehr hoffe, dass wir heute eine ganz andere Wertschätzung dafür auch, ich sage mal außerhalb der Szene erfahren dürfen Die Anerkennung durch die UNESCO ist ja zum Beispiel ein ganz wichtiger Step in diese Richtung.

00:09:01: Hinzufügen möchte ich noch, diese Anerkennung hat jetzt nicht irgendwie so was wie einen Denkmalschutz, dass dadurch automatisch irgendwelche Kulturstätten geschützt sind sondern... Das ist eher was, was wirklich so diese Wahrnehmung innerhalb der Gesellschaft noch mal komplett drehen kann.

00:09:18: Und ja wenn wir jetzt über solche Dinge wie zum Beispiel Bestandsschutz von Clubs und Kulturstätten reden wollen dann haben wir durch dieses anerkannte Kulturgut auf einmal einen Wert den wir mit auf die Waagschale legen können.

00:09:31: das ist nicht mehr nur ein nice to have sondern es ist ein anerkannter Wert.

00:09:34: der was mit der DNA dieser Stadt wie sie existiert zu tun hat ist elementar wichtig.

00:09:43: Bei DNA dieser Stadt bist du schon komplett im nächsten Thema, warum glaubt ihr denn dass Berlin bis heute Menschen aus aller Welt anzieht in diese Technoszene auch?

00:09:53: Ich würde sagen auf jeden Fall hat Berlin durch diese Historie mit Mauerfall und wie sich die Kultur entwickelt hat und Love Parade eine sehr einzigartige Entwicklung genommen also auch vom Image her, wie die Stadt sich verändert hat.

00:10:08: Und auch heute lebt Berlin natürlich noch von diesem Mythos der Neunziger und auch wenn man den vielleicht nur noch hier und da in Spuren authentisch wiederfindet ist das meiner Meinung nach auch gar kein Problem.

00:10:21: denn eine Kultur und auch ein immaterielles Kulturherbe.

00:10:23: Das is'n Living Heritage!

00:10:25: Es geht nicht darum irgendwas zu konservieren in dem Status wir es jetzt gerade existiert sondern es geht darum dem Ding auch ne Chance zu ner Weiterentwicklung.

00:10:34: Und diese Spannung zwischen heute und vielleicht irgendwelchen nostalgischen Gefühlen, die manche Leute aus der Zeit ... damals jetzt tragen und auch sagen, so schön wie damals wird's nie wieder oder früher war alles besser.

00:10:47: Ja kann man so sagen.

00:10:49: aber die Diskussion gab es wahrscheinlich damals auch schon und werden wir wahrscheinlich mit jeder neuen Generation führen.

00:10:55: Und das ist für mich auch viel zu kurz gegriffen weil auch damals gab es Menschen.

00:10:59: ohne diese Innovation in der Musik hätte es das Buch auf wir jetzt so nostalgisch zurückblicken nie gegeben.

00:11:05: Und vielleicht geben wir auch einer jungen Generation, auch wenn wir als alte Säcke sie nicht mehr überall verstehen und auch nicht überall toll finden.

00:11:12: Vielleicht geben wir denen trotzdem eine Chance.

00:11:13: die haben genauso ihr Recht da zu sein ihre Sichtbarkeit und ihre eigene Kultur zu entwickeln.

00:11:18: Das ist das wo für Ralph the Planet steht.

00:11:20: also wir sind nicht irgendwie eine Generation oder schießen uns auf eine Zielgruppe fest sondern Wir wollen die komplette Bandbreite dieser Kultur darstellen der elektronischen Musikkultur.

00:11:29: jedes Genre ist willkommen jede Generation es will kommen alle sind herzlich willkommen.

00:11:53: Du hast so viele neue Ideen und auch mit Raves the Planet hast du was wirklich Neues aufgebaut.

00:11:58: Was war denn die Idee, die dahinter steckte?

00:12:00: Die Idee ist auch eine schöne Geschichte.

00:12:03: Und zwar es gab ja in der alten Münzfabrik, schrie gegenüber vom Roten Rathaus, eine Sonderaustellung, neunzig Jahre Berlin.

00:12:11: Da war ich eingeladen zur Öffnungsveranstaltung und hat mir das angeguckt

00:12:16: usw.,

00:12:17: die Ausstellung.

00:12:19: Und ich habe dann das alles so gesehen und hab mir meine Gedanken gemacht.

00:12:23: Und da ist mir eins aufgefallen in den Neunzigern, was war das Allerallerwichtigste in Berlin?

00:12:30: Die Klubkultur!

00:12:31: Das war für uns damals alle die hier gewohnt haben und auch das miterleben wollten, das Allererallerwichtigste.

00:12:37: Viele Clubs viel Musik ein Wochenende hierher kommen und quasi nicht schlafen und immer nur tanzen.

00:12:43: Und natürlich auch die Laugh Parade und alles was damit zusammenhängen.

00:12:46: Ich habe dann mit den Machern der Ausstellung gesprochen und habe gesagt, das muss doch möglich sein, dass wir hier vielleicht eine Sonderausstellung in dieser Sonderoastellung machen.

00:12:56: Und es hat sofort auch Antlang gefunden und dann haben wir uns zusammengesetzt und überlegt wie's geht.

00:13:00: Während dieser ganzen Arbeit an dieser Sonderausstellung, über die Darstellung der Laft Rate als Ausstellungsteil da haben wir ja quasi uns auch überlegt, könnte man das nochmal wieder aufleben lassen?

00:13:14: Das hat auch so fort wie ein Streichholz Gezündet und das Feuer war lichterloh.

00:13:20: Diese Nineties Berlin-Ausstellung hat ja im Jahr zwei Tosen achtzehn begonnen, und das günstige war ja was halt der ganzen Sache noch mal so ein Feuer mitgegeben hat dass diese Ausstellung gestartet hat, ein Jahr vor dem dreißigjährigen Geburtstag der Love Parade in Berlin.

00:13:34: Und deswegen hatten wir dann diese Sonderausstellung auch wirklich glücklicherweise pünktlich genau zu diesem Jubiläum machen können.

00:13:40: und dann ist das natürlich eingeschlagen wie eine Bombe und in dieser ganzen Euphorie die Motte dann ins Projekt reingesteckt hat und die anderen auch.

00:13:47: da muss man sagen also wir waren auch sofort wieder Feuer und Flamme und dann wurde ein bisschen hin und her überlegt weil der Markenname Love Parades man weiß ja der gehört nach wie vor jemand anderes Und da kommt mal auch leider nicht mehr ran.

00:13:59: Aber dennoch hatten wir dann halt so hin und her überlegt, wie könnte das denn jetzt heißen?

00:14:04: Wenn man das jetzt neu benennen muss!

00:14:06: Und dann ist Motte gleich wieder mit so einer tollen Idee... Also Motta ist ein Ideenmensch der haut alles immer raus.

00:14:11: Da kommst du ja manchmal gar nicht hinterher.

00:14:12: Dann braucht ihr ganz viele Leute um sich rum die dann helfen diese tollen Ideen zu realisieren.

00:14:17: Und dann kam er eben mit Rave the Planet.

00:14:18: und deshalb weil es eigentlich dieser Urvision Der Love Parade auch wieder folgt.

00:14:23: Weil auf dem ersten Plakat der ersten Love Parades stand schon drauf Worldwide Party People Day, this year and forever.

00:14:30: Also diese Vision war da schon im Keim mit drin und deswegen rave the planet zu Größen wahnsinnig fit wie es vielleicht auch klingen mag.

00:14:38: eigentlich nur eine logische Konsequenz aus dieser Uhr.

00:14:41: Idee

00:14:41: Richtig cool, also die UiD ist die gleiche geblieben.

00:14:44: Aber gibt es auch Sachen, die sich verändert haben?

00:14:47: Es haben sich einige Sachen verändert.

00:14:49: Etwas was wir früher schon gemacht haben machen wir jetzt öffentlich.

00:14:53: zum Beispiel in den neunzigern Jahren haben wir in der Zeit wo wir mit der Love Parade im Tiergarten gewesen sind auf der Straße des siebzehnten Junis haben wir am Sonntag den Tiergaten immer sauber gemacht hat aber keiner mitbekommen weil die Medien haben das dann auch nicht mehr bekommen.

00:15:07: weil wir haben uns einfach gemacht und haben jetzt hier gesagt Die Gartensauber helft alle mit.

00:15:11: Das ist etwas, was wir jetzt machen.

00:15:13: Was wir öffentlich machen um zu zeigen Wir tragen Verantwortung.

00:15:18: Wir wollen den Müll, den wir leider wenn Menschen zusammenkommen entschieden mal im Müll oder auch Wertstoffe wieder wegmachen.

00:15:26: Ich habe manchmal also einige Male war ich dabei und es ist fast wie eine Parade nach der Parade irgendwie alle Leute irgendwie tatsächlich auch Lust drauf haben und ja.

00:15:37: Und dann kommen wir halt nochmal zusammen, das ist was wie so eine Hafter-Party?

00:15:41: Das ist auch für mich so, also eine Verlängerung etwas für die Erde zu tun.

00:15:46: zum einen tanzen wir für den Frieden und zum anderen geben wir etwas zurück, was Mutter Erde uns quasi auch anbietet diesen Raum hier uns selbst zu erfahren.

00:15:58: Sammeln wir einfach die Möwe rein.

00:15:59: Genau, und diese Cleanup-Days machen wir nicht nur nach der Parade bis zum Park wieder sauber ist... Also wir hatten auch schon ein Jahr, ich glaube es war im Jahr zwanzig, da haben wir drei Tage gebraucht anschließend um den Tiger wieder sauber zu kriegen!

00:16:11: Wir stimmen uns mit dem Straßen- und Grünflächenamt ab, die ja dort für die grünen Flächen verantwortlich sind.

00:16:17: Man muss sagen aber die Tendenz ist deutlich sinkend.

00:16:20: also wir haben verschiedene Maßnahmen, wir sprechen z.B.

00:16:22: mit den ganzen Katerinnen, die vor Ort sind, die haben bestimmte Auflagen uns zum Beispiel bei der Bewerbung, also die Crews bewerben sich ja bei uns.

00:16:30: Es dürfen auch nur kulturschaffende tatsächlichen Fahrzeug machen, also keinen Fernsehsender wie früher oder eine politische Partei oder so sondern nur Kulturschaffene und die müssen uns auch mit ihrer Bewerbung zusammen ein schlüssiges Nachhaltigkeitskonzept abliefern.

00:16:44: Also

00:16:44: z.B.,

00:16:45: wie Sie vorhaben den Float insgesamt zu gestalten nachhaltige Materialien?

00:16:50: Wie sie die Stromversorgungen regeln.

00:16:52: viele arbeiten jetzt schon mit Solarpanelen.

00:16:54: wir haben ganz kreative Sachen Sachen, auf die wir auch selber noch gar nicht gekommen sind.

00:16:58: Und das ist eben auch so was Tolles ja!

00:17:00: Dass dadurch so ein Moment entsteht wo die Szene auch wenn sie so ein bisschen getreated ist und über sich selber nachdenken muss hey wie können wir uns doch besser machen?

00:17:07: Dann sind die immer alle voll on fire und starten direkt damit und bringen so tolle neue Ideen rein und die wiederum können wieder an andere weitergeben und so trägt sich dann halt auch dieser Nachhaltigkeitsgedanke in der Szene immer weiter vor.

00:17:20: Das ist eine ganz tolle Sache und für mich ist so wie du es schon gesagt hast Das ist so ein bisschen die Afterparty nach der Parade.

00:17:28: Da kommen noch mal die Leute zusammen,

00:17:30: da

00:17:30: quatschen wir nochmal... das hat was sehr familiäres!

00:17:34: Das ist schön.

00:17:41: Ellen du hast ja gerade auch schon erzählt dass es zwei Strömungen gibt?

00:17:45: Es gibt auch die Nostalgiker, die sagen früher war auf jeden Fall alles besser und das waren doch die echte Clubkultur.

00:17:52: Und es gibt eine neue Generation die ja auch irgendwie die Szene gerne übernehmen möchte.

00:17:57: Wie löst ihr das bei Wraith the Planet und verbindet da die Generationen?

00:18:01: Wir schaffen einfach Raum für alle, jeder darf dabei sein.

00:18:04: Also was wir einfach sehen wollen ist das wenn sich Leute bei uns für die Teilnahme an der Demo bewerben dass sie wirklich schon ein gewisses Standing haben.

00:18:14: also es kommen auch manchmal Leute sagen hey wir wollen jetzt gerade uns gründen und so weiter!

00:18:17: Wir haben aber noch nichts vorzuweisen und sagen wieso?

00:18:19: Hey das ist voll toll.

00:18:20: aber guckt doch mal macht doch erstmal und dann meldest du dich nochmal wenn das immer dein erstes erfolgreiches Projekt zahls jetzt nicht Party oder einen platten Release, oder irgendwas gemacht hast.

00:18:30: Einfach dass wir sehen das die nicht nur Labern sondern machen, so ein Berliner Ding.

00:18:36: Die müssen schon auch ein bisschen zeigen, dass sie was drauf haben und dann wie gesagt also der Raum ist eigentlich für alle da.

00:18:42: Wir brauchen nur ein schlüssiges Konzept und wir verstehen uns mit unserem Float-Komitee ja auch so ein bisschen als Dekoratoren der Parade.

00:18:50: Deswegen ist es uns auch wichtig, natürlich darauf zu achten dass nicht zu viel nur von dem einen oder von dem anderen zum Beispiel Genre da ist oder so sondern wir versuchen so breit wie eben die Bewerbungen Einflattern auch entsprechend breit, die Szene abzubilden.

00:19:04: Nun können wir natürlich nur das anbieten was es zu uns kommt.

00:19:07: Es gibt immer mal ein Genre wo wir uns wünschen würden dass es noch dazu kommt.

00:19:11: Ich würde mir total einen Klassik Transfloat zum Beispiel wünscht oder gerade habe ich mit einer Crew geschrieben.

00:19:16: Die haben gesagt hey warum kommen bei euch keine gebrochenen Beats?

00:19:18: dürfen sie nicht mitspielen?

00:19:19: Nicht so doch!

00:19:20: Natürlich bitte macht ein Float seid dabei.

00:19:23: Also jeder ist herzlich eingeladen mitzumischen.

00:19:25: Ganz genau

00:19:26: sind auch noch ein paar von den ganz alten Hasen dabei.

00:19:30: Also bei uns ist ein Stammgast, Mark Rieder ist wirklich sehr oft und freut sich immer dabei zu sein auf unserem Float.

00:19:37: Und er macht auch gerade einen Remix unserer aktuellen Hymne der dieses Jahr erscheinen wird.

00:19:42: Mit

00:19:42: Mark wieder dürften wir tatsächlich auch schon mal sprechen bei Berlin Unboxed.

00:19:46: Der hat auch eine wahnsinnig spannende Geschichte und es ist sehr umtriebig in Berlin.

00:19:49: Genau!

00:19:50: Auch ein Urgestein der Berliner Kultur und der lange auch im Metropole Türstehler gemacht hat zusammen mit Monika Düring gearbeitet und so weiter, also ein toller Mann.

00:20:00: Und wie ist es bei dir?

00:20:01: Deine Musik hat sich ja wahrscheinlich auch weiterentwickelt.

00:20:05: Wirst du beim diesjährigen Rave the Planet auch alte Tricks spielen von dir oder... Also wie kann ich mir das vorstellen in so einer Karriere?

00:20:15: Du hattest gesagt vierzig Jahre oder noch länger?

00:20:19: Ja!

00:20:20: Wenn nicht mehr jetzt ganz alte Sätze von dir anhören im Vergleich zu heute Was hat sich da so verändert?

00:20:26: Also ich bin ja bei Techno, weil ich die Innovation in der Musik gut finde.

00:20:31: Und das fand ich schon immer.

00:20:32: Wenn ich zurückdenke ... Ich sag mir jetzt Musik seit twohneinzehntsiebzig.

00:20:36: Da hab' ich also alle schon dabei gehabt.

00:20:37: Also an Musikrichtungen, ob es noch Jazz, Punk, Disco, New Wave und was auch immer.

00:20:43: Also ich habe alles schon gehabt.

00:20:44: Und dann muss ich eigentlich sagen, ich bin schon sehr lange mit elektronischer Tanzmusik dabei.

00:20:49: Alles, was drum herum ist an unterschiedlichen Genres.

00:20:52: Und ich mag eigentlich dann also sehr viel, nicht nur jetzt einfach für den Floor sondern auch zum Beispiel zum Hören.

00:20:57: Das habe ich auch schon als aufgelegten so.

00:21:00: Naja und das ist halt so ne?

00:21:01: Also wie bereitet man sich auf so ein Set vor?

00:21:03: Das ist halt die gute Frage.

00:21:04: ja!

00:21:06: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man dann anwenden kann.

00:21:09: Man möchte jetzt das Beste aus den letzten Jahren spielen oder sagt man macht auch mal ein Klassiker rein um zu zeigen wofür kommen wir eigentlich her?

00:21:17: Das ist sowieso auch ein Anliegen natürlich von den alten Leuten die sollten aufzeigen was sind die Wurzeln des Ganzen so ein bisschen aufzeigend was ist die Geschichte aber natürlich auch zeigen wo ist die Innovation heute?

00:21:29: ja weil das für mich Techno So wie es angefangen hat.

00:21:31: Das war ein Musikstück, das hat halt innovativ angefangen und eine Revolution auf dem ganzen Planeten ausgelöst.

00:21:38: Die Folgestücke daraus sind auch die ganze Entwicklung vom Essel zum Techno auch faszinierend.

00:21:45: Das zu erzählen ist natürlich wenn man jetzt nur vierzehn Minuten Open Float Zeit hat Musik zu spielen.

00:21:50: Zu Lovebreak-Zeiten waren sogar noch zwanzig.

00:21:52: Was spielten wir da?

00:21:53: Also irgendetwas was Wahnsinnig ist.

00:21:56: Ja, ja... Wahnsinn, tolles!

00:21:59: Es wird total gerne so ein Blick in die Zukunft wagen, wenn wir da jetzt schon so ein bisschen rein gestartet sind.

00:22:04: Was würdet ihr sagen?

00:22:05: Wo entwickelt sich denn die Szene vielleicht gerade hin?

00:22:08: Oh, Glaskugel ganz gefährlich!

00:22:10: Ich enthalten mich...

00:22:12: Also das ist eigentlich ganz schwierig.

00:22:14: also man hätte sich zum Beispiel vor zehn Jahren nicht vorstellen können wie es jetzt ist sehr social media dominiert ist dass viele Leute zb nicht mehr im Clubs gehen dass viele lieber um Sonstpartys gehen und das dann auch so bestimmt das Tanzstil, also so wie ich das kenne.

00:22:35: Wenn wir in den Klubs waren, jeder hat getanzt wie er wollte!

00:22:39: Da gab es nicht so den Tanzstil.

00:22:41: Inzwischen tanzen alle gleich, das ist auch so was ich sehe.

00:22:47: Ich seh hier viele Leute die halt sehr ähnlich an der Tanzen.

00:22:50: Naja und ich mag halt Unterschiedlichkeit, Diversität halt sehr gerne ja und das war eigentlich so was sich dann noch unterstützt.

00:22:57: Also Mutter hat ja vorhin schon von getanzten Worten gesprochen.

00:22:59: Ich glaube Ausdruckstänzer wäre so neben dem DJ so der zweite Job gewesen.

00:23:04: Du tanzt einfach für uns aufm Floaten!

00:23:06: Ich mach' die Musik!

00:23:24: Das ist quasi auch so ein bisschen euer Wunsch, dein Wunsch für die Zukunft der Berliner Festivalkultur.

00:23:30: Oder könnt ihr sogar noch ganz zentrale Wünsche nochmal zusammenfassen, die für euch wichtig sind?

00:23:37: Ein Wunsch für mich wäre, dass die Menschen diese Kultur wieder mehr begreifen als was wo sie wirklich aktiv teilhaben können.

00:23:46: Ganz stark das Gefühl, ich beobachte Social Media schon sehr lange.

00:23:50: Ich mache auch bei uns hauptsächlich die Social-Media-Arbeit mit ein oder anderen Leuten noch supportet und ich stelle fest dass das schon eine sehr krasse Veränderung gegeben hat.

00:24:00: also jetzt nicht nur über dem wie DJs sich präsentieren wir Musik konsumiert würden so weiter.

00:24:04: Das Thema können wir nochmal extra Podcast packen Sondern viel mehr dieses Die Leute erwarten die ganze Zeit entertain zu werden.

00:24:12: Die warten darauf dass irgendjemand was für sie tut was sie unterhält oder dass irgendwie so keine Ahnung irgendwas dolles passiert, um das sich aber jemand anderes gekümmert hat.

00:24:23: Aber die Technokultur wie Sie ursprünglich entstanden ist eine DIY-Kulturen – do it yourself!

00:24:29: Also wir alle jeder und deswegen auch die Parade.

00:24:32: Das ist etwas zu mitmachen.

00:24:33: da geht es um Teilhabe, da geht's um Inklusion.

00:24:36: Jeder, jede ist herzlich eingeladen.

00:24:38: wenn ihr mal ne geile Idee habt hey meldet euch bei uns macht mit.

00:24:42: Wir entertainen nicht, wir helfen der Kultur diese Plattform zu geben, dass die sich selber darstellen kann in ihrer ganzen Blüte, Vielfalt und Kreativität.

00:24:53: Und ja also mein Wunsch ist mehr Teilhabe, die von den Leuten aber auch angenommen wird.

00:24:59: Ja ihr als Wave the Planet, ihr seht euch jetzt nicht nur als die Veranstalter dieses einen Events Sondern ihr seht euch ja auch so ein bisschen ... Ich weiß nicht, kann man euch als Lobbyisten bezeichnen?

00:25:12: Oder vielleicht andersrum Aktivisten.

00:25:15: Wo setzt ihr euch da noch einen für die Community?

00:25:18: Weil ihr habt wahrscheinlich schon mehr eine stärkere Stimme, die eher gehört wird von anderen kleinen DJs, die jetzt noch nicht so bekannt sind.

00:25:27: Was uns ein wichtiges Thema ist, weil das einfach was mit der Verantwortung und dem immateriellen Kulturerbein hergeht, das sind Bildungsprogramme.

00:25:35: Also wir sind jetzt zum Beispiel gerade dran.

00:25:37: Wir haben eine Forschungsstelle mit der UDK und der Uni Heidelberg entwickelt, die wird jetzt demnächst live gehen!

00:25:43: Kann man das so sagen, ja?

00:25:44: Genau.

00:25:45: Zu was

00:25:45: forscht ihr denn?

00:25:47: Wir erforschen das immaterielle Kulturerbe Techno-Kultur Berlin.

00:25:51: Genau und da waren wir jetzt auch gerade kürzlich auf dem Konkret mit dem deutschen Musikrad und dann ging es eben darum Musikbildungen nach vorne zu bringen und da haben wir mit ganz vielen spannenden Leuten gesprochen gibt noch ein Panel auf.

00:26:02: dem Motto war Das ist auch bei uns auf dem YouTube Kanal zu finden Adrave the Planet.

00:26:06: in einem Wort geschrieben Da ist das komplette Panel eben drauf.

00:26:09: Und da geht's eben darum wie kann eigentlich diese Kultur im Musikunterricht stattfinden.

00:26:14: Wie kann man wegkommen von diesem klassischen ... Man macht nur Mozart, Bach, Wagner so was?

00:26:20: Sondern wie kann man... Musikbildung auch für jüngere Menschen wieder attraktiver machen.

00:26:26: Und da hat Motte was gefordert, ein Lehramt Techno!

00:26:29: Fand ich total geil.

00:26:30: also warum nicht?

00:26:32: Also als ich in sieben und neunzig meinen Abschluss gemacht habe, da hatte ich auch schon einen Referat über Technokultur im Musikunterricht gehalten und mein Musiklehrer war total aufgeschlossen und fand das ganz spannend Warum nicht?

00:26:45: Es gibt so viele Sachen, die man machen kann auch mit Rave the Planet.

00:26:48: Also weil du gefragt hast Lobbyisten!

00:26:50: Ich glaube es gibt mit der Club Commission schon einen sehr starken Lobbyverein in der Stadt.

00:26:54: was jetzt die Berliner Klubkultur angeht Die würde ich auch weiter empfehlen, wenn es um politische Themen gibt.

00:27:00: Die sind toll!

00:27:01: Wir ziehen uns eigentlich eher so den Schuh an zu sagen hey wir wollen jetzt ein bisschen forschen und wir wollen Bildungsprogramme entwickeln.

00:27:08: Wir wollen auf dem Level sein aber natürlich trotzdem hands-on bei allem was Kulturentwicklungen selber angeht.

00:27:14: also auch wie kann man Eventformerate nachhaltiger gestalten?

00:27:17: So wir haben tolle Nachhaltigkeitscrew bei uns alle ehrenamtlich bei uns im Einsatz.

00:27:21: Grüße gehen raus an Nadine die Leiterin von unserem Eko Team.

00:27:25: Also... tolle Leute bei uns.

00:27:27: und ja also rave the planet ist das was die community draus macht alles in eingeladen mitzumachen teilhaben.

00:27:34: Ja, vielleicht noch damit es so auch verständlich und ganz nahbar wird.

00:27:39: Was hat denn dir persönlich die Technokultur gegeben?

00:27:43: Die du jetzt schon seit fünftig Jahren ne noch wie lange?

00:27:52: Was meditechno Kultur oder überhaupt gegeben hat, ist eigentlich Erfüllung.

00:27:59: Danach habe ich in der Musik immer gesucht und ich bin sehr froh dass sich da auch Teil sein kann und das selber einfach für mich so erleben kann.

00:28:09: ja ob ich nur Musik mache oder einfach nur hingehe um zu dieser Musik zu tanzen

00:28:14: Das wäre doch ein wunderschönes Schlusswort.

00:28:16: aber eine letzte Frage müssen wir stellen.

00:28:18: am fünften August zieht nämlich Rave the Planet zum fünftemal durch Berlin.

00:28:22: Worauf freut ihr euch da am meisten?

00:28:25: Also schönes Wetter wäre toll.

00:28:28: Wir werden schönes wetter haben dieses Jahr, letztes Jahr war es ja brutal verregnet.

00:28:31: Ich freue mich, dieses kleine Jubiläum dieses Jahr zu feiern mit einer offiziellen Afterparty, die wir jetzt gerade kürzlich erst bekannt gegeben haben in der Kolumbia-Halle in Berlin.

00:28:42: Wo wir ein super schönes Lineup haben auch wieder so eine Mischung der Generationen.

00:28:46: Wir haben DJ Rush mit dabei, Nakadir, Motte aber auch Teenage Mutants und Tomahawk, die mit Motten zusammen die Paradehöhme Imagine Love dieses Jahr gemacht hat.

00:28:54: Außerdem freuen wir uns natürlich auf viel viel Unterstützung von Menschen, die uns da draußen hören.

00:28:59: Ehrenamtliche Helfer sind bei uns... immer herzlich willkommen.

00:29:02: Motta, auf was freust du dich?

00:29:04: Ich freue mich auf ganz viele lachende Gesichter und viele Leute die zu dieser Musik tanzen.

00:29:10: Ganz viele fröhliche Floats durch die Straße zieht des siebzehnten Junis bestes Wetter und ganz viel tanzende Menschen.

00:29:19: Ja, dann haben wir noch die Buchproduktion mit Dussmann, die wir vielleicht

00:29:22: noch tropfen

00:29:22: müssen weil fünf Jahre rave the planet ist in unfassbar viele Bilder entstanden.

00:29:26: Wir haben genau soviel Musik am Start!

00:29:28: Wir werden ein schönes Buch zu Weihnachten auf den Markt bringen Mit Dussman dem Kulturkaufhaus Und ganz ganz toll davor.

00:29:34: vor dem fünftzehnten achten dürfen wir uns außerdem noch freuen dass die ARD eine Dokumentation über uns raus bringt.

00:29:41: Britta Mischer und Alexander Schmalz, die auch damals den Barfünfundzwanzig Filme gedreht haben.

00:29:46: Haben uns von Anfang an mit der Kamera begleitet bei Rave the Planet.

00:29:49: Und am einund dreißigsten Juli wird dieser schöne Dokumentarfilm dann in der ARD-Mediathek zu sehen sein.

00:29:56: Da freuen wir uns schon sehr drauf!

00:29:57: Im

00:29:58: Kulturkanal?

00:29:58: Yes!

00:29:59: Das klingt alles wirklich Klasse!

00:30:02: Aufregend!

00:30:03: Super

00:30:03: aufregend Pauline!

00:30:04: Ich glaube, wir werden tanzen gehen ganz individuell!

00:30:08: Super!

00:30:08: Unbedingt!

00:30:09: Das heißt, wenn ihr diese Folge jetzt zum Veröffentlichungszeitpunkt hört dann dauert so noch wenige Tage bis die Dokumentation draußen ist und wir bedanken uns ganz herzlich Dr.

00:30:18: Motte und Ellen das ihr heute da wart!

00:30:20: Sehr sehr gerne!

00:30:21: Vielen

00:30:22: Dank auch von mir!

00:30:23: Und ihr kommt zu uns auf den Float zum Tanzen?

00:30:24: Alles klar!

00:30:25: Alle alle

00:30:26: Fälle...und?!

00:30:28: Wenn tatsächlich jemand sich ehrenamtlich engagieren möchte soll er Dann eine E-Mail an dich schicken oder wohin?

00:30:36: Wir haben dafür ein Anmeldepformular, einfach auf ravetheplanet.com und dann gibt's da im Menü einen Punkt mitmachen – oder machmit!

00:30:45: Und da kommt man dann auf das Anmeldeformular.

00:30:47: Vielleicht geht es also gar nicht so sehr darum den Mythos von damals zu bewahren sondern ihn immer wieder neu zu erleben ganz viel selbst mitzugestalten und ich glaube dass ist der Spirit den diese Folge heute auf jeden Fall mit rüber bringt.

00:31:03: Vielen, vielen Dank euch

00:31:38: allen.

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